Baubiologie Nürnberg - Uwe Dippold
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TÜV zertifiziert, geprüfte Qualifikation als Sachverständiger für Feuchte- und Schimmelpilzbelastungen
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Asbest



Asbest ist die Gruppenbezeichnung für natürlich vorkommende, verfilzte Mineralfasern. Asbest ist chemisch sehr stabil (griech.: asbestos = unauslöschbar), brennt nicht, hat eine hohe elektrische und thermische Isolierfähigkeit, weist hohe Elastizität und Zugfestigkeit auf und lässt sich gut in Bindemittel einbinden.

Gesundheitsgefährdung
Gesundheitsschädigend wirkt Asbest in erster Linie durch Einatmen der Asbestfasern. Die kritische Größe dieser Fasern ist ausschlaggebend für die eindeutig krebserzeugende Wirkung von Asbest.
Durch Asbest ausgelöste Krankheitsbilder:
  • Staublunge durch Asbeststaub (Asbestose)
  • Unheilbarer und innerhalb kurzer Zeit zum Tode führender Tumor des Brust- und Bauchfells (Mesotheliom)
  • Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

Asbest ist ein Stoff, der beim Menschen bekanntermaßen krebserzeugend wirkt.
Wegen seiner vielseitigen Eigenschaften wurde Asbest eingesetzt z.B.
  • für Hitzeschutzkleidung, Brandschutzplatten (auch in alten Nachtspeicheröfen),
  • Spritzmassen, Anstriche,
  • Fußbodenbeläge,
  • Dichtungen,
  • Bremsbeläge, Kupplungsbeläge,
  • Asbestzementprodukte (Platten, Rohre, Wellplatten, Pflanzgefäße, Lüftungsleitungen),
  • Klebstoffe,
  • Dichtungsmassen und Kitte.
Asbest wird zwar seit einigen Jahren nicht mehr in neuen Produkten verwendet, aber es ist noch in hohem Maße in alten Materialien vorhanden.



Vorsicht ist also immer dort geboten, wo Renovierungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Alte Welleternitdachplatten sollten nur mit Atemschutz abgebaut werden.
Eine fachgerechte Entsorgung sollte immer erfolgen.
Wiederverwendung der alten Platten ist leichtsinnig und gesundheitsschädlich!

Arten von Asbestmessungen
  • Messung zur Bestandsaufnahme (MZB)
  • Erfolgskontrollmessung im Rahmen vorläufiger Maßnahmen (EVRM)
  • Kontrollmessung vor Aufhebung der Schutzmassnahmen (KAS)
  • Erfolgskontrollmessung nach erfolgter Asbestsanierung (EKS)
  • Messung zum Schutz Dritter (MSD)
  • Geräteabnahmemessungen (GAM)

Normalerweise werden Asbestmessungen erst nach einer Asbestsanierung zur Erfolgskontrolle durchgeführt.
Die Messungen erfolgen mit Messgeräten, die über einen Zeitraum von circa 8 Stunden die Raumluft auf einem goldbedampften Kernporenfilter aus Polycarbonat absaugen.
Die Partikel in diesem Luftstrom werden auf dem Filter abgeschieden und können dann im Labor ausgewertet werden. Die Asbestmessungen werden gemäß VDI-Richtlinie 3492, Blatt 2 durchgeführt.



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